SPOT ON

Diversity

Kategorie-Archiv: Spot On 5

Videodokumentation SPOT ON 5

Begrüßung: Gerhard Kowař

Keynote: Vanessa-Isabelle Reinwand -Weiss

Im Gespräch: Ali M. Abdullah, Ulrike Gießner-Bogner, Heidi Schrodt, Bruno Winkler

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Im Gespräch SPOT ON 5

Spot On 5 – Teilhabe

Dr. Gabriele Stöger, prom. Theater- und Politikwissenschaftlerin. Seit 1991 freiberufliche Kulturvermittlerin. Einrichtung des „Lebenden Textilmuseums Groß-Siegharts“. Lehrtätigkeit und Projektarbeit (v. a. mit Erwachsenen und Lehrlingen). Beteiligung an europäischen Bildungsprojekten. Forschungs- und Publikationstätigkeit. Moderationen und Beratung in den Bereichen Kulturvermittlung, Partizipation, Keywork und lebensbegleitendes Lernen. Würdigungspreis für Innovative Kultur- und Wissenschaftsvermittlung 2014 (Land Niederösterreich). www.gabriele-stoeger.at

Ali M. Abdullah, geboren in Wien. Studium Schauspielregie an der Kunstuniversität Graz. Theaterarbeiten u.a. am Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Bonn, Théâtre National du Luxembourg, Theater Oberhausen, Nationaltheater Mannheim. Diverse Festivalteilnahmen, u.a. steirischer herbst, Autorentheatertage am Thalia Theater Hamburg. 2000/01 fester Regisseur und Leiter der Probebühne am Schauspielhaus Graz. 2004 Gründung von DRAMA X gemeinsam mit Harald Posch. 2000-2014 künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der GARAGE X in Wien, seit 2014 von WERK X. Inszenierungen u.a. „Gier“ (Sarah Kane),  „Festung Europa“ (Tom Lanoye) sowie „Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte …“ von Elfriede Jelinek und „Karte und Gebiet“ nach Michel Houellebecq. http://werk-x.at

Mag. Ulrike Gießner-Bogner, geboren in Hannover. Studium Theaterwissenschaft, Romanistik und Kultur­management. Seit 1994 tätig im Kulturbereich, Schwerpunkte Kulturmanagement und Kulturelle Bildung: u.a. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Institut für Kulturkonzepte Wien. Koordination des Büros „Kulturelles Management in Europa“ bei KulturKontakt Austria. Leitung der Bereiche „Training“ und „Projektmanagement“ beim Österreichischen Kultur-Service. Leitung der EQUAL-Partnerschaft „ARTWORKS-Künstlerische Dienst­leistungen im dritten Sektor“. Seit 2004 Leiterin des Bereichs „Kulturvermittlung mit Schulen“ bei KulturKontakt Austria. www.kulturkontakt.or.at

Mag. Heidi Schrodt, unterrichtete nach dem Studium der Germanistik und Anglistik 17 Jahre lang an einer Wiener AHS die Fächer Englisch und Deutsch und war während dieser Zeit auch als Schüler- und Berufsberaterin tätig. 19 Jahre lang Direktorin des Gymnasiums Rahlgasse in Wien. Tätigkeit in der Lehreraus- und -fortbildung. Lehraufträge an der Universität Klagenfurt und der Pädagogischen Hochschule in Baden. Begutachterin von Schulbüchern aus dem Fach Deutsch. Mitarbeiterin im Expertenteam von Unterrichtsministerin Schmied. Publikationen zu Bildungsthemen, zuletzt das Buch „Sehr gut oder Nicht genügend? Schule und Migration in Österreich.“ Vorsitzende der Bildungsinitiative „BildungGrenzenlos“. Mehrere Auszeichnungen. www.bildunggrenzenlos.at

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weis, Studium Pädagogik, Theater- und Medienwissenschaften, Italoromanistik und Philosophie in Erlangen und Bologna, 2007 Promotion mit einer Arbeit zu Bildungs- und Lern­prozessen im Theaterspiel an der Universität Erlangen-Nürnberg. Leitung einer Studie zur frühkindlichen Bildung als Postdoktorandin an der Universität Fribourg (Schweiz). Nach einer Juniorprofessur Kulturelle Bildung am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim seit 2012 Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und lehrt als Professorin für Kulturelle Bildung weiterhin in Hildesheim. In zahlreichen Gremien und Jurys Kultureller Bildung aktiv, z.B. Gründungsmitglied des bundesweiten Netzwerkes Forschung Kulturelle Bildung und im Rat Kultureller Bildung. www.bundesakademie.de, www.uni-hildesheim.de

Bruno Winkler, Lehrtätigkeit an Pflichtschulen und in der Lehrerbildung. Aufbau der Abteilung Bildung und Vermittlung am neu gegründeten Jüdischen Museum Hohenems und museumspädagogische Praxis in verschiedenen Museen. Postgraduale Ausbildung zum Kommunikationskurator an der Landesakademie in Krems. Seit 1996 Projekt- und Ausstellungspraxis zu kulturellen und sozialhistorischen Themenstellungen, Museums- und Projektberatung. Seit 2000 Gesellschafter von Rath & Winkler. Projekte für Museum und Bildung in Innsbruck. www.rath-winkler.at

Impressionen SPOT ON 5

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© KKA

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Spot On 5 – Teilhabe

Spot On 5 – Teilhabe

Der fünfte Spot On widmete sich dem Thema „Teilhabe“. Er fand am 18. 11. 2014 im Podium des Architekturzentrums Wien (MQ) statt.

Was heißt hier alle? Chancengerechtigkeit in Kultur und Bildung

Von „Kultur für alle“ über „Kulturvermittlung mit allen“ zu „diversitätssensiblen Angeboten“ – wollen sich Kulturinstitutionen noch dem historischen kulturpolitischen Ziel annähern, allen Menschen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen? Können sie – besonders in der Zusammenarbeit mit Schulen – Benachteiligung vermindern?

Keynote:
„Teilhaben – wer, woran, wozu und wie? Schlaglichter auf Bildungsgerechtigkeit und kulturelle Teilhabe aus deutscher Perspektive“

Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss
Direktorin, Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel

Es diskutierten:
Ali M. Abdullah, Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter, WERK X
Ulrike Gießner-Bogner, Leiterin Kulturvermittlung, KulturKontakt Austria
Heidi Schrodt, Vorsitzende, Bildung GRENZENLOS
Bruno Winkler, Kulturvermittler und Museumsberater, Rath & Winkler. Projekte für Museum und Bildung

Moderation: Gabriele Stöger

trafo.K, Büro für Kunstvermittlung und kritische Wissensproduktion, wird für eine Intervention rund um „die Geschichte und Bedeutung von Vermittlung“ sorgen.

Termin: 18. 11., 19.00 Uhr
Ort: Podium des Architekturzentrums Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien (MQ)
Anmeldung: bis 12. 11. 2014 unter eva.kolm@kulturkontakt.or.at

Der Diskurs über einen chancengerechten Zugang zu Kunst und Kultur hat sich von der Forderung nach „Kultur für alle“ in den 1970er Jahren über den partizipativen Anspruch auf „Kulturvermittlung mit allen“ in den 90er Jahren zu einer zunehmenden aktuellen Orientierung am Begriff „Diversität – Umgang mit Vielfalt und Unterschiedlichkeit“ gewandelt. Das hat zu einer stark ausdifferenzierten Bandbreite von Vermittlungsangeboten geführt. Die aktuelle Diskussion über Kunst- und Kulturvermittlung kreist vor allem um den diversitätsbewussten Umgang mit den Themen Gender, Alter, soziale Herkunft, Sprache und Behinderung. Dabei laufen die Kulturinstitutionen Gefahr, zu den gesellschaftlichen Ausschlusserfahrungen der AdressatInnen beizutragen, indem sie sie in scheinbar homogene Gruppen einteilen. Im Schulzusammenhang spiegelt sich dieser Diskurs in den Debatten über Chancengleichheit und gerechte Ressourcenverteilung wider.
Können und wollen sich Kulturinstitutionen mit einem diversitätssensiblen Vermittlungsangebot dennoch dem mittlerweile historischen kulturpolitischen Ziel annähern, allen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen? Können sie Rahmenbedingungen schaffen, die Benachteiligung verhindern bzw. vermindern und Teilhabe von wenig repräsentierten Bevölkerungsgruppen sicherstellen?

Anlässlich seines 25jährigen Bestehens wirft KKA einen Blick auf das politische Verständnis von Kulturvermittlung – insbesondere mit Schulen – in Österreich und diskutiert die Entwicklungsperspektiven der gegenwärtigen inklusiven Ansätze in Kulturinstitutionen.

Mögliche Fragestellungen sind:

  • Welche Bedeutung haben die verschiedenen Diskurse, welche Versprechen wurden (nicht) eingelöst?
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen Diversitätspolitik und kultureller Praxis?
  • Wie reagieren etablierte Kulturinstitutionen auf den gesellschaftlichen Wandel und seine Auswirkungen im Bildungsbereich?
  • Inwiefern korrespondieren die Strategien der Kulturinstitutionen mit der Vielfalt der Gesellschaft, sowohl was das Publikum als auch die AkteurInnen betrifft?
  • Worin bestehen die Barrieren für die Nutzung durch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen?
  • Können mit anderen Programmen neue Zielgruppen erreicht werden?
  • Welche Entwicklungen für die Zukunft zeichnen sich ab?
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