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Spot On 5 – Teilhabe

Spot On 5 – Teilhabe

Der fünfte Spot On widmete sich dem Thema „Teilhabe“. Er fand am 18. 11. 2014 im Podium des Architekturzentrums Wien (MQ) statt.

Was heißt hier alle? Chancengerechtigkeit in Kultur und Bildung

Von „Kultur für alle“ über „Kulturvermittlung mit allen“ zu „diversitätssensiblen Angeboten“ – wollen sich Kulturinstitutionen noch dem historischen kulturpolitischen Ziel annähern, allen Menschen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen? Können sie – besonders in der Zusammenarbeit mit Schulen – Benachteiligung vermindern?

Keynote:
„Teilhaben – wer, woran, wozu und wie? Schlaglichter auf Bildungsgerechtigkeit und kulturelle Teilhabe aus deutscher Perspektive“

Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss
Direktorin, Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel

Es diskutierten:
Ali M. Abdullah, Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter, WERK X
Ulrike Gießner-Bogner, Leiterin Kulturvermittlung, KulturKontakt Austria
Heidi Schrodt, Vorsitzende, Bildung GRENZENLOS
Bruno Winkler, Kulturvermittler und Museumsberater, Rath & Winkler. Projekte für Museum und Bildung

Moderation: Gabriele Stöger

trafo.K, Büro für Kunstvermittlung und kritische Wissensproduktion, wird für eine Intervention rund um „die Geschichte und Bedeutung von Vermittlung“ sorgen.

Termin: 18. 11., 19.00 Uhr
Ort: Podium des Architekturzentrums Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien (MQ)
Anmeldung: bis 12. 11. 2014 unter eva.kolm@kulturkontakt.or.at

Der Diskurs über einen chancengerechten Zugang zu Kunst und Kultur hat sich von der Forderung nach „Kultur für alle“ in den 1970er Jahren über den partizipativen Anspruch auf „Kulturvermittlung mit allen“ in den 90er Jahren zu einer zunehmenden aktuellen Orientierung am Begriff „Diversität – Umgang mit Vielfalt und Unterschiedlichkeit“ gewandelt. Das hat zu einer stark ausdifferenzierten Bandbreite von Vermittlungsangeboten geführt. Die aktuelle Diskussion über Kunst- und Kulturvermittlung kreist vor allem um den diversitätsbewussten Umgang mit den Themen Gender, Alter, soziale Herkunft, Sprache und Behinderung. Dabei laufen die Kulturinstitutionen Gefahr, zu den gesellschaftlichen Ausschlusserfahrungen der AdressatInnen beizutragen, indem sie sie in scheinbar homogene Gruppen einteilen. Im Schulzusammenhang spiegelt sich dieser Diskurs in den Debatten über Chancengleichheit und gerechte Ressourcenverteilung wider.
Können und wollen sich Kulturinstitutionen mit einem diversitätssensiblen Vermittlungsangebot dennoch dem mittlerweile historischen kulturpolitischen Ziel annähern, allen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen? Können sie Rahmenbedingungen schaffen, die Benachteiligung verhindern bzw. vermindern und Teilhabe von wenig repräsentierten Bevölkerungsgruppen sicherstellen?

Anlässlich seines 25jährigen Bestehens wirft KKA einen Blick auf das politische Verständnis von Kulturvermittlung – insbesondere mit Schulen – in Österreich und diskutiert die Entwicklungsperspektiven der gegenwärtigen inklusiven Ansätze in Kulturinstitutionen.

Mögliche Fragestellungen sind:

  • Welche Bedeutung haben die verschiedenen Diskurse, welche Versprechen wurden (nicht) eingelöst?
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen Diversitätspolitik und kultureller Praxis?
  • Wie reagieren etablierte Kulturinstitutionen auf den gesellschaftlichen Wandel und seine Auswirkungen im Bildungsbereich?
  • Inwiefern korrespondieren die Strategien der Kulturinstitutionen mit der Vielfalt der Gesellschaft, sowohl was das Publikum als auch die AkteurInnen betrifft?
  • Worin bestehen die Barrieren für die Nutzung durch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen?
  • Können mit anderen Programmen neue Zielgruppen erreicht werden?
  • Welche Entwicklungen für die Zukunft zeichnen sich ab?
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