SPOT ON

Diversity

Kulturelle Partizipation | Cultural Participation

Ulrike Giessner-Bogner
Eva Kolm

Kulturelle Partizipation ist eine wichtige Voraussetzung für die aktive Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen. Daher ist der Anspruch von Kulturvermittlung gleich Partizipation. Damit dieses Ziel nicht bloße Behauptung bleibt, muss es auch in der Praxis in konkreten Arbeitsweisen gewährleistet und umgesetzt werden.

Partizipation in der Kulturvermittlung

Die großen Themen der Bildungspolitik drehen sich wieder verstärkt um Fragen der Teilhabe: Welche Bevölkerungsgruppen mit welchem sozialen Hintergrund sind »Bildungsverlierer« oder »Bildungsgewinner«, wie können Kinder und Jugendliche aus sogenannten »bildungsfernen« gesellschaftlichen Schichten am Bildungssystem teilhaben, wie kann Integration und Umgang mit kultureller Vielfalt gelingen, welche Strukturen und Maßnahmen sind notwendig, um »Bildung für alle« zu realisieren? Und letztendlich: Welchen Beitrag kann kulturelle Bildung für die Förderung von Kreativität und Innovation in der Wissensgesellschaft leisten?

Auch die Kulturpolitik hat die Frage nach der kulturellen Partizipation neu entdeckt: Wie können möglichst viele gesellschaftliche Gruppen an Kunst und Kultur aktiv teilnehmen und diese mitgestalten? Welche Maßnahmen und Rahmenbedingungen setzt die Kulturpolitik, damit Partizipation möglich wird? Wie können sich Kunst- und Kultureinrichtungen für Menschen öffnen, die noch nicht an den kulturellen Angeboten teilhaben?

Kulturelle Bildung kann Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe eröffnen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit Diversität.

Partizipation

Der Begriff Partizipation kommt aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, wo er in Zusammenhang mit den Neuen sozialen Bewegungen, der Öko- und Frauenbewegung entstanden ist. Partizipation wird meist mit »Teilhabe«, »Teilnahme«, »Beteiligung« oder »Mitwirkung« übersetzt. Partizipation ist allerdings mehr als »nur« die Beteiligung an oder die Nutzung von gesellschaftlichen Gütern wie Wissen, Kultur oder Besitz; es geht um die aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen, vor allem auch jener, die traditionell von diesen Prozessen teilweise oder ganz ausgeschlossen sind. Partizipation kann daher bedeuten, eine Bevölkerungsgruppe an Prozessen teilhaben zu lassen, andererseits kann Partizipation auch das Ergebnis von Selbstermächtigung sein, wenn das Recht auf Teilhabe von einer (bisher ausgeschlossenen) Gruppe selbst eingefordert wird.

Diese Differenzierung zeigt, dass die Palette an Partizipationsformen eine breite ist. Cornelia Ehmayer hat daher in Anlehnung an Untersuchungen zur Politischen Partizipation ein Stufenmodell für die unterschiedlichen Intensitäten von Partizipation  entwickelt: Von Informiertwerden über Mit-Reden, Mit-Gestalten bis hin zu Mit-Entscheiden und Selbst-Gestalten. Unterschiedliche Formen der Beteiligung bedürfen unterschiedlicher Ansätze und Kommunikationsformen. Die Konsequenz für die Gestaltung von Partizipationsangeboten ist, zuerst die Inhalte zu klären, dann eine Differenzierung nach Zielgruppen vorzunehmen, um schließlich darauf basierend spezifische Kommunikationsangebote zu entwickeln.

„Ungleichheiten in Hinblick auf Herkunft, Lebensalter, soziale Stellung, konkrete Lebenslage, Bildungsstand, Geschlecht, Einstellungen und Wertorientierungen, ihre Fachkenntnis, … wie aber auch ökonomische Unterschiede“ sind mit ungleichen Beteiligungsangeboten und zielgruppenbezogener Aktivierung zu beantworten.[1]

Modelle in der Kulturvermittlung

In der Kulturvermittlung wird unter Partizipation die aktive Mitwirkung an kulturellen Prozessen verstanden. Der Zusammenhang zwischen kulturvermittlerischer Tätigkeit und Partizipation spiegelt sich sowohl im theoretischen Anspruch als auch in der konkreten Vermittlungs- bzw. Projektarbeit wider. Vom Anspruch her ist »Kulturvermittlung gleich Partizipation«, was bedeutet, den NutzerInnen eine maximale Mitwirkung an der Gestaltung eines künstlerischen Objektes oder kulturellen Prozesses zu ermöglichen. NutzerInnen können unterschiedlichste Personen/-gruppen sein, jedenfalls aber auch jene, die mit kulturellen Einrichtungen und ihren Angeboten weniger in Berührung kommen. Dahinter steckt ein visionäres demokratiepolitisches Ziel: mehr Menschen direkten Zugang zu (zeitgenössischer) Kunst und Kultur zu ermöglichen und damit verbunden sozio-kulturelle Prozesse in Gang zu setzen.

Partizipative Kulturvermittlung basiert also auf folgenden Grundprinzipien[2]:

–      Partizipation ist Ziel wie auch Arbeitsweise

–      Mitwirkung an der Gestaltung des Prozesses und des Produkts ist möglich und erwünscht

–      Die Zusammenarbeit ist durch Gleichwertigkeit aller am Prozess Beteiligten gekennzeichnet

–      Dieser Dialog wird meist durch eine Auseinandersetzung mit künstlerischen Äußerungen/kulturellen Phänomenen initiiert, kulturell-kreative Potenziale werden aktiviert

–      Gearbeitet wird in Kleingruppen und aktionsorientiert

–      Gezielte Impulse zu kultureller Eigenaktivität ebnen den Weg zur Wahrnehmung von (weiteren) Teilhabemöglichkeiten

KulturKontakt Austria fühlt sich diesen theoretischen Modellen in der Gestaltung seiner Programmschienen und Projekte im Bereich Kulturvermittlung stark verpflichtet.

Kulturvermittlung in der Schule

Im Schwerpunkt »Kulturvermittlung in der Schule« reichen die Aktivitäten von KulturKontakt Austria von Beratung für LehrerInnen, KünstlerInnen und VermittlerInnen und finanzieller Unterstützung von Aktivitäten in der Schule bis hin zur Konzeption und Organisation von Schwerpunktprojekten. Die Maßnahmen sind dabei in Programme zur Involvierung von KünstlerInnen in den Unterricht (Dialogveranstaltungen und Schulkulturbudget), zur Auseinandersetzung von Lehrlingen mit Kunst und Kultur (Programm K3) bis hin zur langfristigen Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kultureinrichtungen (p[ART]) gebündelt. Aspekte der Partizipation sind in den verschiedenen Programmen mit jeweils spezifischen Richtlinien verankert. So erfüllen beispielsweise die Dialogveranstaltungen folgende Kriterien: Sie binden KünstlerInnen und ihre Arbeitsweisen in den Unterricht ein; SchülerInnen werden motiviert, aktiv und prozessorientiert am Projekt teilzunehmen (reine Frontalveranstaltungen wie Konzerte, Aufführungen, Lesungen etc. werden nicht unterstützt); LehrerInnen, SchülerInnen und KünstlerInnen sollten das Projekt gemeinsam planen, es im Team umsetzen und eine abschließende Reflektion dazu durchführen. Im Zentrum steht dabei der Ansatz, Kinder und Jugendliche ausgehend von ihrer eigenen Arbeits- und Lebenswirklichkeit im kommunikativen Austausch mit Kulturschaffenden zu kultureller Eigenaktivität anzustiften. Durch die Vielfalt der Gestaltungs- und Durchführungsformen der Dialogveranstaltungen (Setting, verschiedene Kunstsparten etc.) bietet sich ein großer Spielraum für verschiedene Möglichkeiten der Partizipation. In der Logik des Systems Schule würde es sich als insgesamt nicht sinnvoll erweisen, alle Planungs- und Durchführungsschritte gemeinsam zu entwickeln und auszuführen. Wie in den meisten anderen Arbeitsbereichen der Kulturvermittlung bedarf es daher auch in der Schule des vorbereitenden Rahmens durch die KünstlerInnen und LehrerInnen im Sinne eines Impuls-Gebens. Die Aktivitäten selbst sollten aber v.a. für die Kinder und Jugendlichen angemessene Partizipationsmöglichkeiten bieten, bei denen sie motiviert werden, aktiv an der Gestaltung der Prozesse und Produkte mitzuarbeiten.

Kulturvermittlung in neuen sozialen Kontexten

Ergänzend zu den schulischen Aktivitäten beschäftigte sich KulturKontakt Austria von 2005 bis 2009 in dem Arbeitsschwerpunkt »Kulturvermittlung in neuen sozialen Kontexten« mit erwachsenen Publikumsgruppen, die wenig Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe an den Angeboten von Kunst- und Kultureinrichtungen haben. Aufgrund der demographischen Entwicklung gewinnt etwa Kulturvermittlung mit SeniorInnen oder MigrantInnen stark an Bedeutung.

Kulturinstitutionen, insbesondere Museen, bieten sich aufgrund ihrer Ressourcen, aber vor allem auch wegen der Partizipationsmöglichkeiten als Orte an, an denen gesellschaftliche Vielfalt anerkannt und genutzt werden kann. Vermittlungsprogramme mit unterschiedlichen soziokulturellen Gruppen ermöglichen es, Benachteiligungen entgegen zu wirken. In bewusst initiierten und gestalteten nonformalen und informellen Lernprozessen in den Kulturinstitutionen wird Diversität verhandelbar.

Aktuell verwirklicht KulturKontakt Austria ausgehend von den Aktivitäten zum »Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008« ein kulturelles Kommunikationsprojekt mit MigrantInnen im Industrieviertel des südlichen Niederösterreichs. Als Impuls für diese Entwicklung hat KulturKontakt Austria eine Initiative zur Vernetzung von Regionalmuseen und Bibliotheken gestartet, die sich in ihrer Arbeit dezidiert mit MigrantInnen auseinandersetzen wollen.

Bereits in dem Vorläuferprojekt »Kultur auf Rädern – Kulturvermittlung mit SeniorInnen« (2005–2007)[3] hatte KKA entsprechende Erfahrungen gesammelt und den sogenannten Keywork-Ansatz erprobt und weiterentwickelt, der sich als grundlegende Arbeitsweise zur Erhöhung der kulturellen Teilhabe und Partizipation erwiesen hat.

Keywork als Arbeitsansatz

Um institutionsferne Personen in die Kommunikationsarbeit mit den BesucherInnen einzubinden, müssen zunächst Schlüsselpersonen gefunden werden, die in einer intensiven Arbeitsphase ausgewählte Kultureinrichtungen gut kennen lernen. Im zweiten Schritt entwickeln sie gemeinsam mit der Kultureinrichtung Angebote für ihr soziales Umfeld und werden selbst als MultiplikatorInnen tätig.

Eine erfolgreiche Strategie ist es, professionelle Ressourcen in den Institutionen mit ehrenamtlichem Engagement von VertreterInnen der zu erreichenden Zielgruppe zu bündeln. Im Rahmen des SOKRATES-Projekts »Museen, Keyworker und lebensbegleitendes Lernen« (1998–2001) wurde diesem Ansatz von den ProjektpartnerInnen aus Dublin, Lissabon, Wien/Linz, London und Stockholm nachgegangen:
Keyworker sind beruflich oder ehrenamtlich tätige Personen, die

–      eine Gruppe vertreten, für die der Besuch von Kulturinstitutionen nicht selbstverständlich ist,

–      nicht an einer Kulturinstitution beschäftigt sind und

–      zwischen der Institution und »ihrer« Gruppe agieren.

Charakteristisch für die Arbeit der Keyworker ist, dass sie fachliche Voraussetzungen (Wissen und Kenntnis der Kulturvermittlungsarbeit) mit der »Verankerung« in einer spezifischen Personengruppe verknüpfen. Sie besitzen sozusagen den »Schlüssel«, um ihrem eigenen sozialen Umfeld in adäquater »Sprache« und Form kulturelle Inhalte zugänglich zu machen.

Wie bei jedem ehrenamtlichen Engagement ist auch hier besonders wichtig, dass die Keyworker bei ihrer Arbeit von den professionell in den Institutionen agierenden Menschen bestmöglich unterstützt und beraten werden.

Partizipation zu ermöglichen erfordert eine Grundhaltung, die – konsequent beachtet und umgesetzt – nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern insgesamt Arbeitsweisen verändern und Institutionen nachhaltig öffnen kann.


Ulrike Gießner-Bogner ist Leiterin der Abteilung Kulturvermittlung, KulturKontakt Austria
Eva Kolm, Abteilung Kulturvermittlung, KulturKontakt Austria

[1]  Selle zit. bei Schanner 2007: 8f.
[2] vgl. Ehmayer 2002, Rössler 2004, Schanner 2007: 67 und Stöger 2005: 93.
[3] vgl. dazu auch Gießner/Kolm 2006.


For English version see below.

Cultural participation is an important precondition for active participation in the processes of society. Cultural education can thus lay claim to generating active participation in society. In order for this objective to be more than a mere contention, however, it must also be ensured and implemented in practice, in the specific methods applied.

Participation in the context of cultural education

The major issues of education policy are again revolving increasingly around questions of access and participation: Which population groups with what kinds of social backgrounds are “losers” as far as education is concerned and which are “winners”; how can children and young people from so-called “educationally disadvantaged” social strata be given equal access to the education system; how can we achieve integration and deal successfully with cultural diversity; what structures and measures are needed in order to realise “education for all”? And finally: How can cultural education contribute to fostering creativity and innovation in the knowledge society?

In cultural policy, too, the issue of cultural participation has been rediscovered: How can we enable as many social groups as possible to participate actively in art and culture and have an impact on developments in this sector? What measures and framework conditions are being set in order to make participation possible? How can artistic and cultural institutions open up to people who are not yet taking part in cultural activities?

Cultural education can create access to participation in society and thereby play an important role in helping us to deal successfully with diversity.

Participation

The concept of participation derives from the 1970s and arose in connection with the new social movements, the ecology movement and the women’s movement. Participation is usually defined as “taking part”, “sharing in something”, “involvement” or “playing a part”. Participation is more than “merely” sharing in or utilising social commodities such as knowledge, culture or property; it has to do with actively taking part in societal processes, particularly also in the case of people who traditionally have been partially or entirely excluded from such processes.

Participation can therefore mean allowing a population group to take part in processes, but it can also be the result of self-empowerment, when the right to participate is demanded by a group which previously has been excluded.

This differentiation shows that the spectrum of forms of participation is a broad one. For this reason, Cornelia Ehmayer, on the basis of research done on political participation, developed a multi-phase model for the various degrees of participation: starting with the phase of becoming informed, progressing through the phases of joining in a discussion and co-designing and finally reaching the most intense levels of participation, namely co-decision and self-formation. Various forms of participation require various approaches and forms of communication. This means that when designing activities in which people can participate, the first thing to do is to define the content, then to differentiate according to target groups, and finally, based on what has been decided, to develop specific ways of communicating the available opportunities for participation.

“Inequalities with respect to origin, age, social position, specific circumstances, education, gender, attitudes and values, specialised knowledge… but also economic differences” have to be responded to with different forms of participative activities and target-group-specific activation. [1]

Participative cultural educational models

In cultural education, participation is considered to mean active involvement in cultural processes. The connection between cultural education and participation is reflected in both the theoretical approach and in specific forms of cultural educational, for example project work. From a theoretical perspective, “cultural education equals participation”, which means making it possible for the beneficiary to participate to the maximum extent possible in the creation of an artistic object or cultural process. Beneficiaries can be any of a wide variety of persons or groups, but they should definitely include those who traditionally have little to do with cultural institutions and their programmes. The underlying objective is a visionary and democratic one: to give more people direct access to (contemporary) art and culture and thereby to initiate related sociocultural processes.

Participative cultural education is thus based on the following basic principles [2]:

– Participation is both an objective and a mode of operation.

– Active participation in both the process and the product is possible and desirable.

– Cooperation is characterised by the equality of all participants in the process.

– This dialogue is usually initiated by a confrontation with artistic statements / cultural phenomena, which activates cultural and creative potentials.

– The work is done in small groups and is action-oriented.

– Targeted incentives to spontaneous cultural activity smooth the way to awareness of (other) possibilities for participation.

KulturKontakt Austria designs its programmes and projects in the area of cultural education on the basis of a strong commitment to these theoretic models.

Cultural education in the schools

In its programme area “Cultural Education in the Schools”, KulturKontakt Austria’s activities range from consultation services for teachers, artists and cultural educators and financial support for activities in the schools to the conception and organisation of projects focussing on specific themes. The measures are concentrated in various programme areas, for example programmes aimed at involving artists in education at school (dialogue events and school culture budget), programmes that enable apprentices to participate actively in art and culture (the K3 programme) and long-term cooperations between schools and cultural organisations (p[ART]).

Aspects of participation are integrated into the various programmes through specific guidelines. The dialogue events, for example, fulfil the following criteria: they integrate artists and their work methods into school learning processes; the artists and teachers motivate the pupils to participate actively in the project in process-oriented ways (purely spectator events such as concerts, performances, readings etc. are not supported); the teachers, pupils and artists plan the project together, implement it as a team and carry out a concluding review of the project. The focus is on encouraging children and young people to engage in communicative exchange with persons working in the cultural sphere by taking their own living and working environments as a point of departure. The objective is inspire them to participate in other cultural activities on their own initiative in the future. Due to the wide variety of ways in which dialogue events can be carried out (settings, various artistic genres, etc.) there is great latitude for various forms of participation. In the logical context of the school system generally, it would not be meaningful to develop and implement all the planning and implementation steps together. As in most other areas of cultural education, therefore, a certain amount of preparation is required on the part of the artists and teachers, who then give incentives to the pupils. The activities themselves, however, should be mainly ones that offer children and young people suitable possibilities for participation, which will motivate them to take active part in both the processes and the products of the respective projects.

Cultural education in new social contexts

In addition to activities with the schools, KulturKontakt Austria has, since 2005, also been involved in the area of “cultural education in new social contexts”, which is devoted to adult target groups that have few possibilities for participating in the cultural activities of artistic and cultural institutions. As a result of the demographic development, cultural education for seniors and migrants has been gaining increasing significance.

Cultural institutions, particularly museums, both because of their resources and especially because of their possibilities for participation, are particularly suitable places for recognising and benefiting from societal diversity. By means of educational programmes with various different sociocultural groups it is possible to counteract disadvantages. In well-thought-out, informal learning processes in cultural institutions, diversity becomes negotiable.

Currently, based on the activities of the “European Year of Intercultural Dialogue 2008”, KulturKontakt Austria is implementing a cultural communication project with migrants in the industrial area of southern Lower Austria. As an impulse for this development, KulturKontakt Austria launched an initiative to network regional museums and libraries that are committed to the idea of working with migrants. KKA had already garnered useful experience in a previous project, “Culture on Wheels”, a cultural education project for senior citizens (2005–2007)[3], and had tested and further developed the so-called key work approach, which has proven itself as a fundamental approach for increasing cultural access and participation.

The key work approach

In order to enable people who are unable to come to cultural institutions to take advantage of their cultural offerings, it is first necessary to find key persons who, in an intensive work phase, become very familiar with selected cultural institutions. In a second step, these key workers collaborate with the respective cultural institutions in developing offerings for their social environment, and then they, themselves, work as multipliers.

A successful strategy is to combine the professional resources of the institutions with the commitment of volunteers who are representatives of the target group that is to be reached. In the framework of the SOKRATES project “Museums, Key Workers and Lifelong Learning” (1998–2001) this approach was pursued by project partners from Dublin, Lisbon, Vienna/Linz, London and Stockholm:

Key workers are persons working professionally or as volunteers who

– represent a group for which visiting cultural institutions is not a matter of course,

– are not employed by a cultural institution and

– act as mediators between the institutions and “their” group.

It is typical for a key worker to combine specialised qualifications (knowledge of and familiarity with cultural mediation) with an affiliation with a specific group of people. One could thus say they possess the “key” to making cultural content accessible to their own social environment in the adequate “language” and form.

As in every kind of volunteer work, it is especially important for key workers to be optimally supported and advised by professionals working in the respective cultural institutions.

Making participation possible requires a basic attitude which – not as mere lip service, but consistently observed and implemented – can sustainably change methods and open up institutions.


Ulrike Gießner-Bogner, Head of Arts and Cultural Educaiton, KulturKontakt Austria
Eva Kolm, Arts and Cultural Education, KulturKontakt Austria

[1] Selle quoted in Schanner 2007: 8 f.
[2] Cf. Ehmayer 2002, Rössler 2004, Schanner 2007: 67 and Stöger 2005: 93.
[3] Cf. also Gießner/Kolm 2006.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: