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Diversity

Kultureinrichtungen und Diversität: Kulturelle Teilhabe von SchülerInnen

KulturKontakt Austria lädt AkteurInnen von Kultureinrichtungen, MultiplikatorInnen aus dem Bildungsbereich und VertreterInnen unterschiedlicher Anspruchsgruppen in Österreich ein, sich über ihre Erfahrungen mit dem Thema  „Zugang zu Kunst und Kultur“  auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen dabei Angebote für Kinder und Jugendliche im schulischen Kontext, wo der Umgang mit Heterogenität zu den tagtäglichen Herausforderungen zählt.

Die Schule ist jene Institution, die alle jungen Menschen unabhängig von ihrer (sozialen) Herkunft erreicht. Sie ist somit die zentrale Einrichtung, die Kindern und Jugendlichen den ersten, grundlegenden und niederschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur eröffnen kann. Die Erhöhung der Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche vor allem aus bildungs- und sozial benachteiligten Milieus spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein wesentlicher Aspekt sind daher alle Fragestellungen im Zusammenhang  mit sprachlicher und kultureller Vielfalt und Migration. Aber auch der reflektierte Umgang mit altersspezifischen und gendersensiblen Kunst- und Kulturvermittlungsangeboten sowie mit Programmen, die alle Schulstufen und -arten, die Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen physischen und psychischen Fähigkeiten inkludieren und die auch Schulstandorte abseits der urbanen Zentren berücksichtigen, wird in Zukunft noch wichtiger werden.

Zwischen sozialer und kultureller Exklusion besteht nachweislich ein enger Zusammenhang. So werden auch große Teile der Bevölkerung in Österreich von den Kultureinrichtungen nicht erreicht. In den letzten Jahrzehnten kam es zwar zu einer Vervielfältigung des kulturellen Angebots, allerdings ohne neue und erweiterte Bevölkerungs­gruppen dauerhaft dafür interessieren zu können. Hinzu kommt, dass das klassische Publikum nicht nur demografisch und sozioökonomisch gefährdet ist, sondern dass sich seine Struktur vor allem kulturell ausdifferenziert und verändert. Kultureinrichtungen sind also ebenfalls gezwungen, sich zu verändern und der Vielfalt an sozialstrukturell und sozialkulturell bedeutsamen Faktoren Rechnung zu tragen.

KulturvermittlerInnen in Österreich arbeiten verstärkt daran, ihren BesucherInnenkreis zu erweitern. Sie entwickeln Strategien und gestalten kulturelle Lern- und Kommunikationsprozesse, um die Chancengleichheit und Teilhabemöglichkeit unterschiedlicher SchülerInnen erhöhen. Das bedeutet, bestehende Barrieren ausfindig zu machen, Modelle der Ansprache und maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln und die Toleranz der Kultureinrichtungen gegenüber ungewohnten NutzerInnen zu erhöhen. Als zielführend haben sich bspw. die Mitarbeit von Personen der betreffenden Gruppen sowie die „strukturelle Koppelung“ der Kultureinrichtung mit einer Bildungsorganisation erwiesen. Kontinuierliche Zusammenarbeit, verlässlicher Ressourceneinsatz und professionelle, hauptamtliche Unterstützung sind dafür unerlässlich.

KulturKontakt Austria möchte an den europäischen Diskurs anknüpfen und durch eine stärkere Vernetzung der AkteurInnen und die Verbreitung von good practice-Beispielen für diversitätssensible Kulturvermittlung mit Schulklassen dieses Arbeitsfeld in Österreich stärken.

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